Presbiyopi (Yakını Görememe)
Behandlung

Presbyopie-Behandlung

Optische, hornhaut- und linsenbasierte Möglichkeiten bei altersbedingtem Nahsehverlust.

Was ist Presbyopie (Alterssichtigkeit)?

Presbyopie (Alterssichtigkeit) entsteht, wenn die natürliche Augenlinse mit zunehmendem Alter an Elastizität verliert. Dadurch fällt es schwerer, Dinge in der Nähe scharf zu sehen. Dies macht sich häufig etwa ab dem 40. bis 42. Lebensjahr bemerkbar und kann zunächst zunehmen, bevor es sich stabilisiert.

Die Linse lässt sich mit einem Kameraobjektiv vergleichen, das sich nicht mehr so leicht auf nahe Gegenstände einstellen kann. Viele Menschen halten Lesestoff deshalb immer weiter von sich weg, um ihn besser erkennen zu können.

Was verursacht Presbyopie?

Normalerweise verändert die natürliche Augenlinse ihre Form, um Gegenstände in unterschiedlichen Entfernungen scharfzustellen.

  • Beim Blick in die Nähe ziehen sich die Ziliarmuskeln zusammen.
  • Die Linse wird dicker und stärker gewölbt.
  • Das Licht wird passend gebündelt.

Mit zunehmendem Alter jedoch:

  • wird die Linse härter,
  • verliert sie an Elastizität,
  • und ihre Verhärtung ist der wesentliche Grund für die Beschwerden.

Dadurch wird es schwieriger, nahe Gegenstände scharfzustellen. Dieser natürliche altersbedingte Vorgang heißt Presbyopie.

Welche Symptome hat Presbyopie?

Presbyopie entwickelt sich meist allmählich und wird mit der Zeit deutlicher.

Häufige Beschwerden sind:

  • Schwierigkeiten, nahe Gegenstände scharfzustellen
  • Überanstrengung und Ermüdung der Augen
  • Kopfschmerzen nach längerem Lesen
  • Zunehmende Schwierigkeiten beim Sehen in der Nähe am Abend

Typische Anzeichen im Alltag sind:

  • Lesestoff mit ausgestrecktem Arm halten
  • Ein Telefon mit größeren Tasten oder größerer Schrift bevorzugen
  • Die Schriftgröße am Computer erhöhen
  • Abends schlechter lesen können als tagsüber

Wie wird Presbyopie behandelt?

Für Presbyopie gibt es keine einheitliche Standardbehandlung. Die Wahl hängt vom Alter, der Beschaffenheit der Augen, dem Lebensstil und den Sehanforderungen ab.

Die Möglichkeiten lassen sich in drei Gruppen einteilen: Brillen, Kontaktlinsen und operative Verfahren.

Brillen und Kontaktlinsen

  • Bifokalbrillen
  • Gleitsichtbrillen (multifokale Brillen)
  • Multifokale Kontaktlinsen

Diese Hilfsmittel verbessern das Sehen in der Nähe, solange sie getragen werden.

Presbyopiechirurgie: längerfristige Optionen

Operative Ansätze unterscheiden sich danach, ob die Hornhaut behandelt wird oder ein Eingriff an der Linse im Augeninneren erfolgt.

Laserbehandlungen an der Hornhaut

Monovision mit Laser

Bei diesem Verfahren mit einem Excimer-Laser wird:

  • ein Auge vorwiegend auf die Ferne eingestellt,
  • das andere Auge vorwiegend auf die Nähe eingestellt.

Nicht alle Menschen gewöhnen sich an Monovision.
Manche bemerken ein eingeschränktes räumliches Sehen.

Custom-Q PresbyLASIK

Custom-Q PresbyLASIK ist ein individuell angepasstes Laserverfahren zur Behandlung der Presbyopie.

Presbyopie (Alterssichtigkeit)

Bei diesem Verfahren:

  • wird die Hornhautoberfläche individuell geformt,
  • werden das Sehen in der Nähe, im Zwischenbereich und in der Ferne berücksichtigt,
  • sollen bestimmte Nachteile der Monovision verringert werden.

Mögliche Vorteile sind:

  • fließendere Übergänge zwischen verschiedenen Sehentfernungen,
  • mehr Komfort am Computer und Smartphone,
  • die Möglichkeit einer Nachkorrektur, falls erforderlich,
  • eine möglicherweise leichtere Eingewöhnung.

Custom-Q kann für beruflich aktive Menschen, die viel am Schreibtisch arbeiten und weniger auf eine Brille angewiesen sein möchten, eine Option sein. Ob das Verfahren geeignet ist, zeigt erst eine Augenuntersuchung.

Supracor-Laserverfahren

Supracor basiert auf LASIK. Ein spezielles Abtragungsprofil verleiht zentralen und äußeren Hornhautbereichen unterschiedliche Brechungseigenschaften. Ziel ist es, das Sehen in der Nähe, im Zwischenbereich und in der Ferne zu unterstützen.

Mögliche Vorteile sind:

  • kein Eingriff im Augeninneren,
  • ein geringeres Risiko einer intraokularen Infektion als bei einem Eingriff im Augeninneren,
  • je nach Befund können weitere Behandlungsmöglichkeiten bestehen bleiben.

Linsenbasierte Operationsverfahren

Multifokale und trifokale Intraokularlinsen

  • Die natürliche Augenlinse wird entfernt.
  • Stattdessen wird eine Kunstlinse eingesetzt, die das Sehen in der Nähe, im Zwischenbereich und in der Ferne unterstützen soll.
  • Dies kann nach einer umfassenden Untersuchung insbesondere bei Menschen mit Katarakt (Grauer Star) oder einem entsprechenden Kataraktrisiko erwogen werden.

Add-on-Linse (zweite Intraokularlinse)

Bei einer Add-on-Linse:

  • bleibt die natürliche Linse oder eine bereits eingesetzte Kunstlinse erhalten,
  • wird eine zweite multifokale oder die Nahsicht unterstützende Linse eingesetzt,
  • ist das Ziel eine Verbesserung des Sehens in der Nähe.

Diese Möglichkeit kommt vor allem für Menschen infrage, die:

  • bereits am Grauen Star operiert wurden,
  • eine monofokale Kunstlinse haben,
  • weniger auf eine Lesebrille angewiesen sein möchten.

Allotex: Verfahren mit menschlichem Hornhautgewebe

Allotex ist ein Verfahren mit einem Hornhautimplantat aus aufbereitetem menschlichem Spenderhornhautgewebe zur Behandlung der Presbyopie.

Dabei:

  • bleibt die natürliche Augenlinse erhalten,
  • wird keine Linse in das Augeninnere eingesetzt,
  • wird vorbereitetes Spendergewebe zwischen Hornhautschichten platziert.

Ziel ist es, die optischen Eigenschaften der Hornhaut so zu verändern, dass das Sehen in der Nähe und im Zwischenbereich verbessert wird.

Wie funktioniert Allotex?

Das Allotex-Verfahren soll:

  • die optischen Eigenschaften im Zentrum der Hornhaut verändern,
  • das Fokussieren in der Nähe unterstützen,
  • das Sehen in der Ferne möglichst erhalten.

Da das Implantat aus menschlichem Spenderhornhautgewebe besteht:

  • enthält es kein synthetisches Implantatmaterial,
  • ist es auf Gewebeverträglichkeit ausgelegt,
  • ist das Material biologischen Ursprungs,
  • müssen mögliche individuelle Risiken dennoch geprüft werden.

Mögliche Vorteile von Allotex

  • Verwendung menschlichen Spenderhornhautgewebes
  • Kein Eingriff im Augeninneren
  • Erhalt der natürlichen Augenlinse
  • Keine Linsenentfernung im Rahmen des Eingriffs
  • Möglichkeit einer Entfernung oder Anpassung nach ärztlicher Beurteilung
  • Eine zusätzliche gewebebasierte Behandlungsoption

Für wen kommt das Verfahren infrage?

Allotex kann bei ausgewählten Personen erwogen werden, die:

  • etwa 40 bis 55 Jahre alt sind,
  • keinen Grauen Star haben,
  • weniger auf eine Lesebrille angewiesen sein möchten,
  • für eine Hornhautlaserbehandlung nur eingeschränkt geeignet sind,
  • eine Linsenoperation vermeiden möchten.

Für wen ist es möglicherweise nicht geeignet?

  • Menschen mit stark trockenen Augen
  • Menschen mit Hornhauterkrankungen wie Keratokonus oder Hornhautdystrophie
  • Menschen mit einer aktiven Augeninfektion
  • Menschen mit schweren Netzhaut- oder Sehnervenerkrankungen

Ob die Behandlung geeignet ist, lässt sich nur nach einer eingehenden Untersuchung der Hornhaut und des gesamten Auges entscheiden.

Wann kann ich wieder meinen Alltag aufnehmen?

Nach einer Laserbehandlung:

  • Der Laserteil des Eingriffs kann etwa 2 bis 3 Minuten pro Auge dauern.
  • Ein stationärer Aufenthalt ist in der Regel nicht erforderlich.
  • Meist ist die Rückkehr nach Hause am selben Tag möglich.
  • In den ersten 5 bis 6 Stunden können Brennen, Tränenfluss und verschwommenes Sehen auftreten.
  • Manche Menschen können ihren Alltag am nächsten Tag wieder aufnehmen; die Erholung ist individuell verschieden.

Bei der Eignungsprüfung ist die Beschaffenheit des Auges wichtiger als die Brillenstärke allein. Die Hornhaut muss ausreichend dick sein.

Wie sicher sind diese Behandlungen?

Laser- und linsenbasierte Verfahren können bei sorgfältiger Auswahl geeigneter Patientinnen und Patienten infrage kommen. Jeder Eingriff hat mögliche Vorteile und Risiken, die individuell besprochen werden sollten.

Je nach Verfahren können folgende Umstände eine Behandlung ausschließen oder besondere Vorsicht erfordern:

  • Keratokonus
  • Katarakt (Grauer Star)
  • Glaukom (Grüner Star)
  • Schwere Netzhaut- oder Sehnervenerkrankungen
  • Aktive Augeninfektionen
  • Rheumatische Erkrankungen oder stark trockene Augen
  • Schwangerschaft oder Stillzeit

Kein medizinischer Eingriff ist vollständig risikofrei. Art und Wahrscheinlichkeit von Komplikationen hängen vom Verfahren und vom individuellen Auge ab.

Untersuchung vor einer Presbyopiebehandlung

Kann sich das Sehen nach der Operation erneut verändern?

Durch eine Laserbehandlung bewirkte Veränderungen der Hornhaut sind im Allgemeinen langfristig, dennoch kann sich das Sehen altersbedingt weiter verändern. Geringe Änderungen der Fehlsichtigkeit sind möglich; manche Menschen benötigen später wieder eine Brille oder eine weitere Behandlung.

Es gibt nicht die eine beste Behandlung für Presbyopie. Entscheidend sind die individuellen Augenverhältnisse und der Lebensstil. Die Wahl sollte nach einer gründlichen Untersuchung und einem Gespräch über die Möglichkeiten gemeinsam mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt getroffen werden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Presbyopie?
Presbyopie ist der altersbedingte Verlust der Elastizität der natürlichen Augenlinse. Dadurch wird das Sehen in der Nähe schwieriger. Sie macht sich häufig Anfang der Vierziger bemerkbar.
Welche Symptome hat Presbyopie?
Häufig sind Schwierigkeiten beim Scharfstellen in der Nähe, angestrengte Augen, Kopfschmerzen nach längerem Lesen und schlechteres Sehen in der Nähe am Abend.
Wie wird Presbyopie behandelt?
Zu den Möglichkeiten zählen Brillen, Kontaktlinsen und bei ausgewählten Personen operative Verfahren. Die Wahl richtet sich nach Alter, Augenbefund, Lebensstil und Sehanforderungen.
Für wen kommt eine Operation möglicherweise nicht infrage?
Keratokonus, Glaukom, schwere Netzhaut- oder Sehnervenerkrankungen und aktive Augeninfektionen können bestimmte Verfahren ausschließen. Auch bei Katarakt, stark trockenen Augen, rheumatischen Erkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit ist eine individuelle Beurteilung nötig. Ob ein Eingriff geeignet ist, zeigt die Untersuchung.
Wann kann ich nach einer Laserbehandlung in den Alltag zurückkehren?
Der Laserteil kann nur wenige Minuten pro Auge dauern; oft ist die Rückkehr nach Hause am selben Tag möglich. Anfänglich können Brennen, Tränenfluss oder verschwommenes Sehen auftreten. Die Erholungszeit ist individuell verschieden.

Beratung zur Presbyopiebehandlung

Einige Eingriffe zur Behandlung der Presbyopie sind kurz; Erholungszeit und Ergebnis unterscheiden sich jedoch von Person zu Person. Eine Augenuntersuchung hilft dabei, zwischen Brille, Kontaktlinsen und einem möglichen Eingriff zu wählen.

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Die Ergebnisse chirurgischer oder interventioneller Eingriffe können von Person zu Person unterschiedlich sein. Vor dem Eingriff wird eine ausführliche ärztliche Beratung empfohlen.

Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung. Diagnose und Behandlungsplanung erfordern eine augenärztliche Untersuchung.

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